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Leitartikel

Fahrplan 2021, Teil 2: Das Wirtschaftssystem


2021-03-19 10:35:00

Im gestrigen Leitartikel präsentierten wir euch Teil 1 unserer Pläne fürs laufende Jahr. In Teil 2 des Leitartikels wollen wir euch einen weiteren Schwerpunkt vorstellen: Die Überarbeitung des Wirtschaftssystems bei Hattrick. Wir arbeiten an einem dynamischeren, selbstregulierenden System, welches den Userinnen und Usern neue Möglichkeiten eröffnet – egal auf welchem Karriereschritt bei Hattrick sie sich gerade befinden.


Wie bereits im letzten Leitartikel angekündigt haben wir im Herbst 2020 das Hattrick-Wirtschaftssystem genauer unter die Lupe genommen. Die Analyse startete im Anschluss an unsere Ankündigung zur Preisanpassung von „zukünftigen Trainern“, welche dann schlussendlich abgeblasen wurde.

Das Problem mit diesem Spielertyp war folgendes: Viele Managerinnen und Manager investierten in zukünftige Trainer und anders als bei reinen Feldspielern verloren diese Spieler nicht an Wert, auch nicht, wenn sie kein Training erhielten oder in Würde vor sich hin alterten. Durch diesen Werterhalt wurden sie (neben dem Instrument der Rücklagen unter Vorstandsverfügung) zu einer Art Cash-Reserve.

Unser Lösungsvorschlag für das Problem der „zukünftigen Trainer“ war die Preisanpassung bei Umwandlung und die damit einhergehende schlagartige Eliminierung dieses Marktes sowie dieser Cash-Reserven. Durch die Rückmeldungen aus der Community wurde uns jedoch klar, dass dieser Schritt zu drastisch gewesen wäre. In der Nachbetrachtung stellten wir fest, dass wir mit dieser Maßnahme nur dieses isolierte Problem gelöst aber nicht die Wurzel des Übels angepackt hätten.

Zur Erinnerung: Wir führten die „Rücklagen unter Vorstandsverfügung“ ein, um das Problem der ansteigenden Bargeldbestände sogenannter Horterinnen und Horter zu bändigen. Wir wollten Panikkäufe schwerreicher Vereine in der Mitte der Saison verhindern, welche sich den Sieg in der Liga „erkaufen“ wollten. Wir denken weiterhin, dass diese Idee sinnvoll ist. Die Tatsache, dass jedoch stattdessen in spezielle Spielertypen investiert wurde um das Rücklagensystem zu umgehen, lässt uns schlussfolgern, dass dieses System derzeit zu restriktiv ist.

Unser neuer Vorschlag sieht vor, dass ein leicht angepasstes Rücklagensystem weiterhin als Instrument zur Überführung überschüssigen Bargelds bestehen bleibt. Daneben eröffnen wir euch aber neue Wege, das verfügbare Geld kontrolliert in den Wirtschaftskreislauf ein- oder auszubringen.

Ein erster Schritt ist dabei eine Funktion, bei der der Vorstand einen Teil der Verkaufserlöse von Spielern mit wenig Einsatzzeit zurückhält. Damit zielen wir auf den Typus des „zukünftigen Trainers“ und alle anderen Spielertypen ähnlichen Profils (lange im Verein, wenig Einsatzzeit) ab.

Für jeden Spieler in deiner Mannschaft wirst du sehen, wie hoch der Bargeldanteil bzw. der Rücklagenanteil bei einem Verkauf aussehen würde. Spieler mit regelmäßiger Einsatzzeit auf dem Feld werden einen vollständigen Bargeldrückfluss auslösen, ebenso gerade erst gekaufte Spieler oder beförderte Jugendspieler.

Nur wenn ein Spieler bei der Mannschaft ist und keine Einsatzzeit bekommt, also „unnütz“ ist, wird der Vorstand die Entscheidung treffen und einen eventuellen Verkaufserlös in die Rücklagen überführen. Vorübergehende Verletzungen sind dabei ausgenommen. Verkaufserlöse von unendlich lange verletzten Spielern hingegen werden direkt in die Rücklagen unter Vorstandsverfügung fließen.

Hier einige Beispiele dazu:

1) Du kaufst einen Spieler, er absolviert ein Spiel und du verkaufst den Spieler gleich wieder. Du erhältst (nach Abzug der Gebühren) 100% des Verkaufserlöses in Bargeld. Es fließt kein Geld in die Rücklagen.

2) Ein Spieler in deiner Mannschaft hat in den letzten vier Wochen nie länger als 60 Minuten auf dem Feld gestanden. 24% seines Verkaufserlöses gehen in die Rücklagen, der Rest fließt in den Bargeldbestand.

3) Ein Stammspieler wird für ein Spiel geschont und bleibt auf der Bank. Für jede zwei Wochen, die der Spieler weniger als 60 Minuten spielt braucht er drei Wochen mit mindestens 60 Minuten Einsatzzeit in einem Ligaspiel oder Pokalspiel um auf sein ursprüngliches Level zurückzukehren. Nur so beschert er im Falle eines Verkaufes seinem Verein 100% Bargeld. Spielt er nur Freundschaftsspiele, braucht er dafür sechs Wochen.

Somit kann der Bargeldanteil bei einem Spielerverkauf von Woche zu Woche schwanken. Der Vorstand bildet keine Rücklagen, wenn ein Stammspieler verkauft wird, aber kann bis zu 100% Rücklagen aus dem Transfererlös eines Spielers generieren, der mehr als eine Saison nicht mehr den Rasen betreten hat.

Dieses neue System wird in der Saison wirksam, die im August 2021 beginnt.

Achtung: Die gebildeten Rücklagen führen natürlich nicht zum „Verlust“ des Geldes sondern sind, wie bereits etabliert, unter Vorstandsverfügung. Neben der Möglichkeit, auf den Finanzdirektor als Schnittstelle zwischen Bargeld und Rücklagen zu setzen, wird es darüber hinaus neue Funktionalitäten und Interaktionsmöglichkeiten mit dem Vorstand geben. Das bedeutet, dass du mit einem guten Verhältnis zum Vorstand und ansprechenden Ergebnissen den Vorstand vielleicht etwas höriger in Finanzangelegenheiten machen kannst.

Dies spielt auch in unseren weiteren Überlegungen der Überarbeitung des Hattrick-Wirtschaftssystems eine Rolle. Die letzten Jahre gab es bei Hattrick eine Inflation und das derzeitige System produziert weiterhin zu viel Geld, welches zuerst auf der hohen Kante von Vereinen landet und dann entweder ausgegeben oder gehortet wird. Und während auf der Einnahmenseite die Einflussmöglichkeiten extrem limitiert sind gibt es bei den Ausgaben, welche hauptsächlich Gehälter sind, gute Möglichkeiten den wöchentlichen Gewinn zu optimieren. Dieses Ungleichgewicht der Beeinflussbarkeit zwischen Einnahmen und Ausgaben ist nicht optimal. Im Gegensatz dazu verfügen unsere realen Wirtschaftssysteme über selbstkorrigierende Faktoren um Ungleichheiten ausbalancieren zu können.

Natürlich soll Hattrick keine perfekte Wirtschaftssimulation werden sondern weiterhin ein gut spielbares Online-Fußball-Strategiespiel. Aber wir sehen, dass das derzeitige Wirtschaftssystem zu viele Vereine automatisch reich macht und dieser Reichtum ist gerade für neue, ambitionierte Mannschaften eine hohe Hürde auf ihrem Weg nach oben. Deshalb wollen wir sehr langsam und sehr vorsichtig die Hattrick-Wirtschaft mit mehr Dynamik ausstatten. Vielleicht verknüpfen wir die Punkte wie Einnahme und Ausgaben sogar an die vorherrschende Wirtschafts-Großwetterlage bei Hattrick. Wir setzen auf ein selbstregulierendes System bei dem extreme Situationen, wie wir sie derzeit mit den Geldhortungen sehen, vermieden werden. Gleichzeitig sollen die alten, reichen Strukturen langsam aufgeweicht werden und ambitionierte, aktive Vereine belohnt werden. Die Rücklagen unter Vorstandsverfügung werden dabei nur ein Teil der Maßnahmen sein.

Keine Sorge, dies passiert nicht von heute auf morgen. Bist du Besitzer oder Besitzerin eines alten, reichen Teams wirst du weiterhin viele Vorteile genießen. Manche der Vorteile werden wir allerdings vielleicht in etwas weitere Ferne rücken. Bei wenig Aktivität wirst du etwas ins Hintertreffen geraten, wenn du allerdings wieder voll angreifst, kannst du den Rückstand locker wieder wettmachen. Wir hoffen jedenfalls, dass wir mehr Bewegung im System sehen und sich das auch in den Auf- und Abstiegen in den Ligen widerspiegelt.

Das neue Wirtschaftssystem wird viele Bereiche Hattricks betreffen. Du kannst mit den ersten Änderungen gegen Ende des Jahres rechnen.

Wenn die Zeit gekommen ist werden wir euch natürlich über den aktuellen Stand der Entwicklungen informieren und werden mit manchen unserer Ideen auch in die Diskussion mit euch gehen. Entweder über das Forum oder über die Hattrick-Umfrage, welche wir im kommenden Monat geplant haben.

Vielen Dank für eure Zeit und viel Spaß,

euer HT-Team


HT-Johan
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